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MIKROBIOLOGIE - Harmonisierung der EP, USP und JP |
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Überblick über die wichtigsten Änderungen der Ph. Eur. zur mikrobiologischen Reinheit nicht steriler Produkte
Die Methoden zur Prüfung auf mikrobielle Reinheit wurden zwischen den Pharmakopöen der USA, Japan und Europa harmonisiert. Betroffen sind die Kapitel 2.6.12, 2.6.13 und 5.4.1. Ab 2009 sind die harmonisierten Methoden der Ph. Eur. verpflichtend. Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten Änderungen dargestellt.
Kapitel 2.6.12 B Harmonisierte Methode: TAMC und TYMC
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Probenahme genau definiert, auch für kleine Chargengrössen
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Änderung empfohlener Nährmedien TYMC: Sabouraud – Medium ohne Antibiotika – Zusatz (Agar und Bouillon)
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Änderung der Bebrütungsbedingungen TAMC 30-35°C, 3 – 5 Tage TYMC 20-25°C, 5 – 7 Tage
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Neue Referenzstämme für die Überprüfung der Nährmedien und der Methode in Gegenwart des Produkts TAMC → Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa, Bacillus subtilis, Candida albicans, Aspergillus niger TYMC → Candida albicans, Aspergillus niger
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Jede Herstellcharge der Nährmedien muss auf Wachstumseigenschaften überprüft werden (Inkubation bei der angegeben Temperatur und der kürzesten Zeit).
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Beimpfen der Platten mit max. 100 KBE der Referenzstämme, jeder Referenzstamm wird einzeln eingesetzt.
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Neu beträgt die vorgeschriebene Wiederfindungsrate 50% (Faktor 2). Die betrifft sowohl die Nährmedienkontrolle, als auch die Methodenvalidierung in Gegenwart des Produkts.
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Auswertung TAMC: neue Gesamtbelegungsdichte von 250 KBE / Platte; Hefen und Schimmel auf dem Caso – Agar werden mitgezählt TYMC: neue Gesamtbelegungsdichte von 50 KBE / Platte; Bakterien auf dem Sabouraud – Agar werden mitgezählt Interpretation: Akzeptanzkriterien x Faktor 2, z.B. 100 KBE / g → maximale annehmbare Anzahl 200
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Negativkontrolle mit gewähltem Verdünnungsmittel → es darf kein mikrobiologisches Wachstum nachgewiesen werden.
Kapitel 2.6.13 B Harmonisierte Methode: Nachweis spezifizierter Mikroorganismen
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Änderung der Bebrütungstemperaturenämtliche Bebrütungstemperaturen, sofern nicht anders angegeben, 30-35°C Inkubation der Mc Conkey – Bouillon bei 42 – 44°C Voranreicherung der galletoleranten gramnegativen Bakterien in Caso – Bouillon bei 20 – 25°C
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Änderung empfohlener Nährmedien Galletolerante gramnegative Bakterien: Caso – Bouillon ersetzt Lactose Bouillon Staphylococcus aureus: neu Mannitol – Salt – Agar Salmonella spp.: neu Rappaport – Vassiliadis – Bouillon und XLD – Agar
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Änderung der Nachweismethode für Salmonellen
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Jede Herstellcharge der Nährmedien muss auf Wachstumseigenschaften und Selektivität mit den, in Tabelle 2.6.13-4 angegebenen Teststämmen, überprüft werden (Inkubation bei der angegeben Temperatur und der kürzesten Zeit).
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Beimpfen der Platten mit max. 100 KBE der Referenzstämme, jeder Referenzstamm wird einzeln eingesetzt. Bei der Überprüfung der Wachstumshemmung werden mindestens 100 KBE eingesetzt.
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Bestätigung von präsumtiven Kolonien mittels gängigen Identitätsprüfungen (nicht vorgeschrieben)
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Negativkontrolle mit gewähltem Verdünnungsmittel → es darf kein mikrobiologisches Wachstum nachgewiesen werden.
Kapitel 5.1.4 B Harmonisierte Methode: Mikrobiologische Qualität pharmazeutischer Zubereitungen
- Neue Kategorien gemäss Anwendungen (Tabelle 5.1.4-1)
- Bei vaginaler Anwendung neu Nachweis von Candida albicans
- Neu: Akzeptanzkriterien für Substanzen zur pharmazeutischen Verwendung
30.09.2008
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